Univ.-Doz. Dr. Willi Gerschlager
WERDEGANG
Zur Person
Univ.-Doz. Dr.
Willi Gerschlager
Ich freue mich, Sie in meiner Ordination begrüßen zu dürfen. Als Facharzt für Neurologie mit langjähriger Erfahrung liegt mein besonderer Fokus auf der Diagnose, Beratung und Begleitung von Betroffenen mit Parkinson-Syndrom und Bewegungsstörungen wie Gangstörungen, Tremor, Dystonie, Restless Legs Syndrom und Gedächtnisstörungen (Demenz).
Mein Ziel ist eine persönliche, fundierte und verständliche Betreuung – individuell abgestimmt auf Ihre Situation.
Schulbildung, Hochschule und akademischer Werdegang
Werdegang von Univ.-Doz. Dr. Willi Gerschlager
1974–1978 – Volksschule in Wien 1200
1978–1986 – Neusprachliches Gymnasium, Schulbrüder Strebersdorf
1986–1993 – Studium der Medizin an der Universität Wien
Juli 1993 – Promotion zum Doktor der Gesamten Heilkunde; Dissertation: „In-vivo Studie über den Einfluss von Neurotransmittern auf den Gefäßtonus“ (Klinische Pharmakologie)
10/1993–05/1994 – Zivildienst bei der Österreichischen Multiple-Sklerose-Gesellschaft
09/1994–10/1995 – Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universitätsklinik für Neurologie
11/1995–03/2003 – Assistenzarzt an der Universitätsklinik für Neurologie, Wien
01/2000–12/2001 – Schrödinger-Stipendium („Honorary Clinical Assistant“), Institute of Neurology, Queen Square, London
12/2002 – Facharzt für Neurologie
24.04.2003 – Verleihung der Venia docendi für Neurologie
04/2003–01/2009 – Oberarzt an der neurologischen Abteilung, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, Wien II
02/2009–09/2011 – Oberarzt an der neurologischen Abteilung Rosenhügel, Krankenhaus Hietzing
Seit 10/2011 – Leitender Facharzt am Hartmannspital Wien (20 Wochenstunden)
05/2014–04/2015 – Ärztlicher Direktor am Hartmannspital
Seit 2003 – Eigene Ordination (Wahlarztpraxis)
2024 – Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger
Klinische Tätigkeit
11/1995 –3/2003 – Universitätsassistent an der Universitätsklinik für Neurologie Wien, Abteilung für Klinische Neurologie (Vorstand: Prof. L. Deecke)
Stationäre und ambulante Patientenversorgung an den Stationen der Klinischen Abteilung für Allgemeine Neurologie. Ein besonderer Schwerpunkt war die Tätigkeit in der Parkinsonambulanz (seit 1997), sowie die prä- u. postoperative Betreuung von Parkinson- und Tremorpatienten mit tiefer Hirnstimulation (STN Stimulation) in Kooperation mit der Universitätsklinik für Neurochirurgie. Spezialambulanz für Multiple Sklerose (1995-97). Konsiliarneurologische Tätigkeit an allen klinischen Abteilungen und Journaldienste an der Notfallaufnahme des AKH Wien (ab 2002).
Gegenfächer für die Ausbildung zum Facharzt für Neurologie:
9/1996–11/1996 – Sekundararzt am KH – Lainz, Wien. Stationäre und ambulante Tätigkeit an der Abteilung für Urologie (Vorstand: Prof. Pflüger)
10/1998–9/1999 – Psychiatrie an der Universitätsklinik für Psychiatrie Wien, Klinische Abteilung für Allgemeine Psychiatrie (Vorstand Prof. S. Kasper)
4/2002–12/2002 – Innere Medizin an der Universitätsklinik für Notfallmedizin Wien (Vorstand Prof. A. Laggner)
1/2000–12/2001 – “Honorary Clinical Assistant“ von Prof. Quinn am Institute of Neurology, London, UK mit einer “limited registration“ des General Medical Council. Schwerpunkt der Ausbildung war die Diagnostik, Therapie und Betreuung von Patienten mit komplexen Bewegungsstörungen (Parkinson-Syndrom, Dystonie, M. Huntington, Tourette-Syndrom etc.) im ambulanten und stationären Bereich.
1.4.2003–1/2009 – Oberarzt an der neurologischen Abteilung im Krankenhaus der Barmherzigen Büder, Wien. Leiter der Spezialambulanz für Bewegungsstörungen und der Spezialambulanz für Dystonie („Injektionen mit Botulinum Toxin“ bei Dystonie, Spastik nach Schlaganfall oder bei Multipler Sklerose, chronischen Schmerzen). Zuständiger Oberarzt für den Schlaganfallbereich des Hauses („Stroke-Unit“ inkl. Schlaganfall-Frührehabilitation, Phase B und C) über 2 Jahre. Leiter der Allgemeinen Ambulanz und der allgemeinen Station (jeweils 1 bzw. 1,5 Jahre). Konsiliarneurologische Tätigkeit am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt.
8/2003 – Eröffnung einer Privatordination
2/2009–9/2011 – Oberarzt an der II neurologischen Abteilung Rosenhügel, Pav. B, KH Hietzing. Leiter der Ambulanz für Bewegungsstörungen (M. Parkinson), der Ambulanz für Botulinum Toxin und der Ambulanz für Gedächtnisstörungen. Oberarzt der allgemeinen neurologischen Station B2.
10/2011 – leitender Facharzt am Hartmannspital Wien (jetzt Franziskusspital Margareten): Diagnose, Betreuung neurologischer Patienten und Kommunikation mit anderen Fachabteilungen.
05/2014–04/2015 – Ärztlicher Direktor am Hartmannspital: Planung und Vorbereitung der Zusammenlegung der Häuser „Sankt Elisabeth-Spital und Hartmannspital“. Erstellen von Konzepten und Schwerpunkten für beide Häuser.
Seit 2015 – Wahlarzt. Konsiliar – und Belegarzt an der Privatklinik Döbling.
Wissenschaftliche Tätigkeit
1992–1993 – Dissertation am Institut für „Klinische Pharmakologie“ der Universität Wien (Betreuer: Prof. HG Eichler) über Effekte von Neurotransmittern (VIP, NPY) auf den Gefäßtonus
8/1994–1/2002 – Beginn der wissenschaftlichen Tätigkeit an der Univ.Klinik für Neurologie. Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Neurophysiologie („kortikale Plastizität“), unter der Leitung von Prof. W. Lang.
In dieser Zeit wurden folgende Fragestellungen bearbeitet:
1: Nicht-invasive, prächirurgische Untersuchung von Sprache, kognitiven Funktionen und Gedächtnisleistungen bei Patienten mit einseitiger Temporallappenepilepsie
2: Prospektive klinische Studie zur Evaluation der Effekte von β – Interferon auf die kognitiven Funktionen und klinische Symptome bei Patienten mit Multipler Sklerose
3: Ab 1997 Kooperation mit der Univ.-Klinik für Neurochirurgie und Untersuchung von Effekten der bilateralen tiefen Hirnstimulation (STN Stimulation) bei Parkinson-Patienten. Mit elektrophysiologischen Paradigmen und klinischen Untersuchungen wurden Effekte von tiefer Hirnstimulation auf motorische Symptome und Auswirkungen auf kognitive Funktionen untersucht.
Auslandsaufenthalt
01/2000 – 12/2001 Gastforscher am Institute of Neurology, Queen Square, London, bei Prof. J. Rothwell und “Honorary Clinical Assistant“ von Prof. N. Quinn, unterstützt von einem Schrödinger Stipendium des FWF.
Schwerpunkte der wissenschaftlichen Tätigkeit waren:
1: Diverse Forschungsprojekte über Effekte von repetitiver Transkranieller Magnetstimulation (rTMS). Die Studien befassten sich mit den Grundlagen der neurologischen Rehabilitation und den Möglichkeiten, die kortikale Plastizität bei Patienten mit neurologischen Krankheiten zu verbessern und therapeutisch zu nutzen.
2: Syndrombeschreibung von Patienten mit „orthostatischem Tremor“. In klinisch-elektrophysiologischen Untersuchungen habe ich die Charakteristika von 41 Patienten, die an dieser seltenen Erkrankung leiden, untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass der orthostatische Tremor mit anderen Syndromen assoziiert auftreten kann und es wurde eine neue Einteilung in primäre (idiopathische) Formen und sekundäre Formen (“OT plus“), die mit anderen Bewegungsstörungen assoziiert sind, etabliert. Zusätzlich wurde ein neues pathophysiologisches Erklärungsmodell postuliert.
3: Auseinandersetzung mit dem Konzept der Lebensqualität („health-related quality of life“). Außerdem habe ich Effekte verschiedener Therapiestrategien bei neurologischen Krankheitsbildern (Insult, Parkinson-Syndrom) auf die funktionelle Behinderung und auf die Lebensqualität untersucht.
4: Evaluation der Effekte von intravenösen Immunglobulinen (“IVIG“) auf klinische Symptome bei Patienten mit „stiff-person syndrom“. Als Qualitätskontrolle dieser kostspieligen Therapie wurden Konzepte der “Quality of Life“ angewendet.
5: Studien über den Verlauf der klinischen Symptome bei Patienten mit „stiff-person syndrom“
6: Klinische Übersichtsarbeiten über „Myoklonus“ bzw. Tremor.
Habilitation
04/2003 Habilitation an der medizinischen Fakultät der Universität Wien mit Arbeiten über “Klinik und funktionelle Bildgebung des Morbus Parkinson”
Projektleitung
10/2002 –10/2003 Leiter der Forschungsgruppe „repetitive transkranielle Magnetstimulation“ an der Universitätsklinik für Neurologie. Leiter des FWF Forschungsprojektes „Effects of rTMS on movement related cortical activity in normal controls and patients with Parkinson’s disease“. Projektumfang 80 000 Euro. Betreuung einer Dissertation.
Kongressleitung (Organisation)
Gemeinsam mit Dr. Andreas Winkler Gründung, Leitung und Organisation von medizinischen Kongressen (Veranstaltungsreihe BRAINDAYS in Pamhagen, Burgenland) von 2004 – 2006. Die “Braindays“ waren ein neues Fortbildungsinstrument und widmeten sich neurologischen Themen. Die Veranstaltungen bemühten sich um den interdisziplinären Diskurs und einen praxisrelevanten Erfahrungsaustausch mit nationalen und internationalen Experten Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Ärztekammer Burgenland statt.
BRAINDAYS wurden mit meiner Mitwirkung zu folgenden Themen abgehalten:
Schlaganfall (23-28. Mai 2004)
Schmerz (9-13.Mai 2005)
Demenz (15-20. Mai 2006)
Wissenschaftliche Preise
Walter Birkmayer Preis der Österreichischen Parkinson Gesellschaft 2001
Gutachtertätigkeit
Regelmäßige Gutachtertätigkeit (2000-2025) für klinisch-neurologische und neurowissenschaftliche Fachjournale wie“Brain”, „Neurology“, “Movement Disorders”, „Journal of Neurology“, “European Journal of Neurology”, “Clinical Neurophysiology” und “Experimental Brain Research”.
Wissenschaftlicher Beirat
der Östereichischen Parkinson Gesellschaft (von 2005 – 2013).
Ärztlicher Direktor
Am Hartmannspital (05/2014 – 04/2015)
Patientenforum, Bücher für Angehörige und Betroffene
Betreibung eines Internet-Patientenforums in Kooperation mit der Parkinson-Selbsthilfe Wien für Betroffene, Angehörige und Interessierte 2004-2013. Das Forum bietet die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen und Interessierten auszutauschen oder Fragen „online“ direkt an mich zu richten. www.parkinsonberatung.at/forum
Regelmäßige Kolumnen über neurologische Themen in der „Ganzen Woche“ von 2004-2011.
„Alzheimer – die Krankheit des Vergessens“, Ein Buch für Angehörige und Betroffene, 270 Seiten, erschienen im Maudrich Verlag, Wien, 01/2008
„Parkinson – Diagnose, Symptome und Therapieoptionen“. Eine Anleitung zur Selbsthilfe. 240 Seiten, erschienen im Maudrich Verlag, Wien, 04/2009. Vorwort von Dr. Alois Mock.
Managementausbildung
Universitätslehrgang für medizinische Führungskräfte der Austrian Medical Society (AMESO) in Kooperation mit der Universität Salzburg, 2006.
Fortbildungsdiplome und Zusatzfach
Additivfach Geriatrie (2013)
Palliativmedizin der ÄK (2005)
EEG-Diplom (2008)
Botulinum Toxin – Zertifikat ÖGN
Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger (2024)
Fachgesellschaften
Movement Disorders Society. Österreichische Parkinson-Gesellschaft. Österreichische Gesellschaft für Neurologie
Selbsthilfegruppe Parkinson
Wisssenschaftlicher und neurologischer Beirat